Charlotte Bellmann, M.A.

Nachfrageseitige Wahrnehmung von Klimawandelfolgen in Destinationen: Entwicklung, Validierung und Anwendung einer psychometrischen Skala

Promotionsvorhaben: Nachfrageseitige Wahrnehmung von Klimawandelfolgen in Destinationen: Entwicklung, Validierung und Anwendung einer psychometrischen Skala

Die globalen Herausforderungen des Klimawandels sind vielfältig und werden sich mit zunehmender Erderwärmung weiter verschärfen. Der Klimawandel hat negative Auswirkungen auf Natur und Mensch, die über die natürliche Klimavariabilität hinausgehen und in einigen Fällen irreversibel sind, da sowohl natürliche als auch menschliche Systeme über ihre Anpassungsfähigkeit hinaus belastet werden. Die direkten und indirekten Auswirkungen des Klimawandels werden auch den Tourismus betreffen und Veränderungen der Angebotsfaktoren von Destinationen herbeiführen. Einige der, durch die verschiedene Wirkungspfade des Klimawandels induzierten, Veränderungen sind bereits heute beobachtbar, etwa Änderungen der durchschnittlichen Wetterbedingungen oder Schäden an Ökosystemen und Infrastruktur.

Während in der Tourismusmarktforschung seit vielen Jahren Untersuchungen zum konsumentenseitigen Bewusstsein und zur Nachfrageentwicklung hinsichtlich nachhaltiger Urlaubsreisen stattfinden, fehlt bislang eine systematische Analyse der Wahrnehmung klimawandelbedingter Veränderungen in Destinationen aus nachfrageseitiger Perspektive sowie möglicher Verhaltensreaktionen der deutschen Bevölkerung im Entscheidungs- und Reiseverhalten. Das Forschungsvorhaben widmet sich der Untersuchung dieser Zusammenhänge und strebt die Entwicklung und Validierung einer psychometrischen Skala zur systematischen Erhebung der nachfrageseitigen subjektiven Wahrnehmung der Klimawandelbetroffenheit von Destinationen an.

Die Dissertation wird als kumulatives Promotionsvorhaben an der Europa-Universität Flensburg in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Tourismusforschung unter Erstbetreuung von Prof. Dr. Bernd Eisenstein durchgeführt.

Kontakt im Deutschen Institut für Tourismusforschung