Tourismusakzeptanz International
Tourismusakzeptanz International

Tourismusakzeptanz International

Effekte des Reisens
Eigenmittelprojekt
01.04.2026
Laufend

Projektlaufzeit

01.01.2026-31.12.2026

Projektbeschreibung

Seit 2019 misst das Deutsche Institut für Tourismusforschung (FH Westküste) die Tourismusakzeptanz in Deutschland mittels eines standardisierten Ansatzes, der sowohl die Wahrnehmung der Auswirkungen auf den Wohnort (TAS-W) als auch auf die persönliche Ebene erfasst (TAS-P) und Zeitvergleiche ermöglicht. Nach erfolgreicher Validierung in über 120 Destinationen sowie Zeitvergleichen für Deutschland insgesamt seit 2019, wurde der TAS 2026 erstmalig auch in neun weiteren europäischen Destinationen erhoben.

Mit der länderübergreifenden Studie wird das Ziel verfolgt, vor dem Hintergrund steigender Relevanz und bislang fehlender internationaler Standards eine vergleichbare Messung der Einheimischenperspektive im Tourismus zu etablieren. Sowohl die Europäische Kommission als auch die Welttourismusorganisation (UN Tourism) fordern eine Harmonisierung und Standardisierung der Messung zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit im internationalen Kontext. Der vom DI Tourismusforschung entwickelte Tourismusakzeptanzsaldo wird im „Statistical Framework for Measuring the Sustainability of Tourismus“ der Welttourismusorganisation als Best Practice Beispiel zur Erfassung von Einheimischenperspektiven genannt. Mit dieser Pilotstudie findet demnach eine erste vergleichbare Messung auf europäischer Ebene statt.

Das Vorhaben erfolgt in Kooperation mit nationalen (Deutscher Tourismusverband, dwif e.V.) und internationalen Partnern (STATISTIK AUSTRIA, HSLU Hochschule Luzern, Universitetet i Sørøst-Norge, Breda University of Applied Sciences) sowie in enger Abstimmung mit dem Joint Research Center der Europäischen Kommission.

Die folgenden europäischen Staaten wurden in der Erstmessung zeitgleich zur Messung auf Bundesebene untersucht:

  • Frankreich
  • Italien
  • Kroatien
  • Norwegen
  • Niederlande
  • Österreich
  • Polen
  • Schweiz
  • Spanien

 

Methodische Vorgehensweise:

  • Jeweils repräsentative Bevölkerungsbefragung je Erhebungsland (ab 16 Jahren), n= 1.000 je Erhebungsland
  • 5-minütige, vollstandardisierte Onlinebefragung (in der Landessprache / Amtssprache)

 

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Tourismusakzeptanz (auf Wohnortebene und persönlich)
  • Auswirkungen des Tourismus auf die Lebensqualität (ebenfalls auf Wohnortebene und persönlich)
  • Einstellung gegenüber der Anzahl von Touristinnen und Touristen (Gesamtanzahl, Übernachtungsgäste, Tagesgäste, inländische und ausländische Gäste)
  • Wahrgenommene Auswirkungen des Tourismus auf den Wohnort (bspw. Tourismus als Wirtschaftsfaktor, Förderung der Nahversorgung, Crowding)
  • Persönlicher Bezug zum Tourismus (bspw. Anstellung im Tourismus, Vermietung von Ferienobjekten)

 

Weitere abgefragte oder angereicherte Merkmale:

  • Soziodemografie: Geschlecht, Alter, Schulbildung, Wohnort, Haushaltsnettoeinkommen, Migrationshintergrund
  • Politische Orientierung
  • Tourismusintensität des Wohnortes (Übernachtungen je EinwohnerIn)
  • Gebietstyp des Wohnortes (bspw. städtisch/ländlich)

Projektziele

Pilotierung des Tourismusakzeptanzsaldos als standardisierter sozialer Indikator zur systematischen Erfassung und vergleichenden Analyse der wahrgenommenen Auswirkungen des Tourismus aus Sicht der lokalen Bevölkerung im internationalen Kontext.

Projektergebnisse

Erste Ergebnisse aus dem Projekt werden zeitnah hier veröffentlicht. Ein gegen Ende des Jahres 2026 stattfindendes Webinar wird Einblicke außerdem in die ersten Ergebnisse geben. Weitere Informationen folgen.

Projektbeteiligte

Deutscher Tourismusverband: Wir machen den Tourismus stark. In Deutschland.

Kontakt im Deutschen Institut für Tourismusforschung