Konferenz zur Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2030
Im März hat das Umsetzungsmanagement Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2030 nach Neumünster eingeladen, um gemeinsam mit Interessierten aus der Tourismusbranche eine Halbzeitbilanz zu ziehen. Wir wurden dabei von unseren drei Kolleginnen Denise Engelhardt, Manon Krüger und Lisa Naschert vertreten, die Impulse aus der Forschung direkt an die Praxis weitergegeben und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert haben.
Manon Krüger hat anhand der Kennzahlen zur Tourismusstrategie aufgezeigt, dass sich die Zielerreichung bis 2030 auf einem guten Weg befindet. Die Gäste und auch viele Mitarbeitende im Tourismus sind bereits jetzt sehr zufrieden, die Tourismusakzeptanz unter den Einwohnenden ist zuletzt wieder gestiegen. Auch die ökonomischen Ziele sind im Soll, lediglich die Anstrengungen zur Förderung des Ganzjahrestourismus sind noch einmal zu verstärken, um die gesteckten Zielwerte zu erreichen.
In der Session „Daten als Chance: Wie vorhandene Informationen Entscheidungen im Tourismusalltag unterstützen“ hat Denise Engelhardt die Rolle von Daten im Tourismus beleuchtet und gezeigt, dass nicht die Menge, sondern ihr gezielter Einsatz entscheidend ist – veranschaulicht am Beispiel des Besuchermanagements.
Lisa Naschert hat in der Session „Wie smart ist Ihre Destination? Einordnung mit dem Reifegradmodell Smart Destination“ Einblicke in die Grundlagen einer Smart Destination gegeben. Gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutierte sie den Status Quo ihrer jeweiligen Destinationen sowie zentrale Herausforderungen, Chancen und Handlungsbedarfe.
Kontakt im Deutschen Institut für Tourismusforschung
Projektmitarbeiterin
Referentin für Forschungsvorhaben
Weitere Informationen zu dem Projekt
Wie kann digitales Besuchermanagement in Schleswig-Holstein effektiv gestaltet werden? Das Projekt DPM widmet sich den drei Bausteinen DATA, PEOPLE und MANAGEMENT, um bestehende Daten zu bündeln, mit touristischen Akteuren in den Dialog zu treten und Maßnahmen in den Reisezielen umzusetzen. Ziel ist ein zentrales, skalierbares Dashboard mit offener IT-Plattform, das die Lenkung von Besucherströmen unterstützt.
Kennzahlen sind ein wichtiges Instrument zur objektiven Messung und Steuerung von Entwicklungen und Zielerreichungen - auch im Destinationsmanagement. Zur fortlaufenden Evaluation der Tourismusstrategie Schleswig-Holstein 2030 haben die verantwortlichen Akteure ein Set an Kennzahlen definiert und jüngst weiterentwickelt. Das DI Tourismusforschung begleitet diesen Prozess aus wissenschaftlicher Perspektive.
Durch das Zusammenwachsen von früher separaten Digitalisierungsbereichen konnte in den letzten Jahren ein zunehmender Grad an "Smartness" in unterschiedlichen Lebensbereichen beobachtet werden. Dies äußerte sich in Begriffen wie Smart Home, Smart Mobility, Smart Factory. Im Tourismus umfasst der Begriff der Smartness unter anderem Smart City- und Smart Tourism-Initiativen, aber auch Smart Destination – sowohl auf der wissenschaftlichen als auch auf der praktischen Seite.